Das Ergebnis einer Täuschung der Kreisverwaltung


Weitere Feststellungen zum Gutachten demnächst

 

 

 


 

FWG-Fraktion im Ostholsteiner Kreistag

 

 

Landrat des Kreises Ostholstein

Herrn Reinhard Sager

Kreishaus

23701 Eutin

 

Eutin, den 2.05.2012

 

 

Abriss Parkhaus in Eutin

 

Sehr geehrter Herr Sager,

 

leider habe ich aus zeitlichen Gründen das mir zur Verfügung gestellte Gutachten zu den Sanierungskosten des Parkhauses in Eutin erstmalig am 1.Mai 2012 anschauen können.

Meine Befürchtungen haben sich in dem Gutachten in fast allen Punkten bestätigt.

 

Im Augenblick habe ich mich ausschließlich auf die Preisfeststellungen konzentriert. Ob die Maßnahmen erforderlich sind, werde ich in den nächsten Wochen weiter prüfen.

 

Die von den Architekten und Ingenieuren ermittelten Sanierungskosten sind in weiten Teilen nicht nachvollziehbar und exorbitant überhöht.

So haben sie die Baustelleneinrichtung mit 59.500,- € angesetzt (alle von mir angegebenen Preise sind einschl. MwSt., weil der Kreis nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist).

Für eine Baustelle dieser Größenordnung entstehen in der Regel nur Einrichtungskosten, wenn überhaupt, von 5 – 6.000,- €. Die Aufstellung eines Baukrans für derartige Arbeiten sind völliger Unsinn, weil der Kran höchstens das Dachgeschoss bedienen kann, nicht aber die einzelnen Etagen. Hier arbeitet man entweder mit Aufzügen, die nur einen Bruchteil davon kosten, oder aber mit einen Merlo (übergroßer, großrädiger Gabelstabler),

der nicht nur flexibler, sondern auch schneller ist.

Allein der Bauzaun ist mit 26,18 €/m angenommen worden. Üblich ist ein Preis von 5,50 -6,50 €/m. Die Sanierung der Blitzschutzanlage, die überhaupt nicht vorhanden war, wird von den Architekten mit knapp 6.000,- € Sanierungskosten veranschlagt.

Mit derartigen sinnlosen Preisfestsetzungen, die sich in dem gesamten Gutachten fortsetzen, haben die Beauftragten die Kosten in die Höhe getrieben, um eine Sanierung nicht wirtschaftlich darzustellen. Ihre Verwaltung hat dieses üble Spiel mitgespielt, ja wahrscheinlich sogar noch unterstützt.

Ich habe eine solche Entwicklung vorausgesehen und daher darum gebeten, ortsfremde Sachverständige einzusetzen. Dieser meiner Empfehlung sind Sie leider nicht gefolgt. Stattdessen habe Sie Gutachter, die übrigens keine vereidigten Sachverständige sind, mit der Kostenschätzung beauftragt. Einer davon ist dazu noch unmittelbarer Anlieger vom jetzt abgerissenen Parkhaus.

Weiterhin hat ein Sachverständiger angegeben, dass er eine Betonsanierung bei den Hochhäusern in Sierksdorf vorgenommen hat und sich mit dieser Aussage auch beworben.

Ich habe mich sachkundig gemacht und auch mit Wohnungseigentümern des Hauses gesprochen, keiner konnte sich an eine Betonsanierung erinnern. Ich hatte Sie daher gebeten, den Planer zu bitten, den entsprechenden Nachweis einzureichen. Erhalten habe ich von Ihnen bis heute nichts. Ich möchte Sie freundlichst bitten, das nachzuholen. Gleichzeitig bitte ich um Einsichtnahme in das Blitzschutzprüfbuch. Dieses ist bei Blitzschutzanlagen im öffentlichen Bereich zwingend vorgeschrieben und vom Bauherrn vorzuhalten.

Die zuletzt von mir geforderten und von Frau Hebel und Herrn Straßburger vorgelegten Unterlagen zur Kostenunterhaltung Parkhaus stimmen wiederum in keiner Weise mit den, dem Ausschuss vorgelegten Kosten der Parkhausunterhaltung überein. Hier hat die Verwaltung dem Fachausschuss wiederum völlig falsche Zahlen geliefert. Bei der Vielzahl der Unstimmigkeiten kann ich an ein Versehen nicht mehr glauben.

Da die Fa. Boysen den Abbruch fast beendet hat – und wie ich annehme auch die Absperrumzäunung vorgenommen hat, bitte ich um Mitteilung der Kosten für die Aufstellung des Zaunes pro Meter und und die Vorhaltung der Zaunkosten pro Woche (unüblich) oder pro Monat.

Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus recht herzlich.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Malte Tech, Fraktionsvorsitzender der FWG

 

 

Durchschrift an die Fraktionsvorsitzenden

und die Ausschussmitglieder per Mail

 

 

 


Das Ergebnis einer Täuschung von

 

Ausschussmitgliedern des Kreises

 

Eutin, den 16.04.2012

 

Der Abriss des Parkhauses in Eutin ist in vollem Gange.

 

Die Verwaltung hat mit Täuschungen diesen Abriss herbeigeführt.

Sie hat zur Ermittlung der Sanierungskosten Architekten und Ingenieure bestellt, die nicht nur für den Kreis häufig genug tätig waren, sondern auch als unmittelbare Anlieger zum Parkhaus sicherlich ein Interesse am Abbruch haben.

Durch diese Maßnahme gehen der Stadt Eutin 70 Stellplätze verloren, die an anderer Stelle nicht mehr ersetzt werden.

Die von diesen Architekten und Ingenieuren ermittelten Sanierungskosten sollen 3,5 Mio. € betragen. Eine Summe, die nicht nachvollziehbar ist. So haben sie z.b. die Baustelleneinrichtung mit 59.500 € angesetzt. (alle angegebenen Preise sind einschl. MwSt, da der Kreis nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist)

Für eine Baustelle dieser Größenordnung entstehen in der Regel nur Einrichtungskosten von 5-6.000,- €. Die Aufstellung eines Baukrans für derartige Arbeiten ist völliger Unfug, weil der Kran höchstens das Dachgeschoss bedienen kann, nicht aber die einzelnen Etagen. Hier arbeitet man entweder mit Aufzügen, die nur ein Bruchteil davon kosten, oder aber mit einem großen Gabelstapler (Merlo o.ä.), der nicht nur flexibler sondern auch schneller ist.

Auch die Umzäunung der Flächen ist mit 26,18 €/m angenommen worden. Üblich ist ein Preis von 5-6 €/m. Mit derartigen sinnlosen Preisfestsetzungen, die sich in dem gesamten Gutachten fortsetzen, haben die Beauftragten die Kosten in die Höhe getrieben, um eine Sanierung nicht wirtschaftlich darzustellen. Die Verwaltung hat dieses üble Spiel mitgespielt, ja wahrscheinlich sogar noch unterstützt.

Der vorher eingesetzte Gutachter kam nach eigener Aussage im Ausschuss auf 1,4 Mio. Sanierungskosten.

Die FWE hat eine solche Entwicklung vorausgesehen und den Landrat Sager schon im Vorfeld dringend gebeten, auswärtige Gutachter einzusetzen. Getan hat er nichts.

 

Ebenso hat die Verwaltung den Bauausschuss des Kreises getäuscht, in dem sie ihm völlig falsche Zahlen über entstandene Unterhaltungskosten vorlegte. Die FWE empfindet das als Betrug.

 

Malte Tech

 

 

 

 


In eigener Sache


Die Freie Wählergemeinschaft Eutin und Ostholstein hat sich eindeutig für den Erhalt des Parkhauses ausgesprochen, weil wir wussten, dass durch den Abriss des Parkhauses 70 Stellplätze verloren gehen, die in der Stadt Eutin dringend gebraucht werden.

 

Wir haben mit dem Landrat des Kreises Ostholstein einen Umfangreichen Briefverkehr geführt.

 

Hieraus können Sie erkennen, wie schwer es gerade für kleine Fraktionen ist, sich gegen den Widerstand der Verwaltung zu behaupten.

Wir stellen hiermit den gesamten Schriftverkehr zwischen dem Landrat und den Freien Wählern auf unserer Homepage ein, damit Sie sich ein eigenes Bild machen können.

Leider haben wir in den ersten Schreiben auch die Kfz-Zulassungsstelle mit hinein genommen,  weil wir dachten, die Verwaltung würde schnell zugeben, dass die angegebenen Kosten zur Parkhausunterhaltung nicht stimmen. Leider haben wir uns da geirrt. Eher geht wohl ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass die Verwaltung einen Fehler zugibt.

Den Schriftverkehr finden Sie, wenn Sie in unserer Homepageleiste „Abriss Parkhaus“ anklicken.

 

Da ich alle Seite einscannen muss, werde ich es leider nicht schaffen, den gesamten Schriftverkehr heute ins Netz zu stellen. Der Rest folgt kurzfristig.

 

Malte Tech

 

 


 

Näheres erfahren Sie dazu in den Nächsten Tagen!